Unser Netzwerktreffen am 28. Mai 2026
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Rückblick auf das Netzwerktreffen der LaS NRW am 28. Mai 2026 in Düsseldorf
Am 28. Mai 2026 trafen sich rund 80 Teilnehmende aus ganz Nordrhein-Westfalen zum jährlichen Netzwerktreffen der Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros NRW (LaS NRW) in der Jugendherberge Düsseldorf. Unter dem Motto „Ich bin abgehängt und für mich interessiert sich auch keiner! Wissen, Erfahrungen und Impulse für Seniroenbüros“ wurde ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe und den Erhalt demokratischer Werte gesetzt. Mit zunehmendem Alter fühlen sich manche Menschen weniger eingebunden, ja sogar abgehängt von der Gesellschaft. Die Gründe dafür sind vielfältig – ob Veränderungen im persönlichen Umfeld, der rasante digitale Wandel oder schlicht fehlende Möglichkeiten zur Teilhabe. Das ist jedoch kein reines Individualproblem, sondern betrifft das gesamte Miteinander in unserer Gesellschaft.
In Workshops und den dort enstandenden Diskussionsrunden zeigten sich die Herausforderungen, vor denen Seniorenbüros aktuell stehen – aber auch ihr enormes Potenzial, zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts beizutragen.
Den Auftakt machte wie gewohnt Ursula Woltering von der LaS NRW mit einem Rückblick auf die Aktivitäten seit dem letzten Netzwerktreffen. Danach folgte die Keynote von Dr. Johannes Hillje Politik- und Kommunikationsberater aus Berlin. Er stellte in seinem Vortrag "Rückkehr zu den politisch Verlassenen" seine gleichnamige Studie vor und ordnete sie in den Kontext der Veranstaltung ein. Im Nachgang wurden Fragen der Zuhörenden beantwortet.
Karl-Josef Laumann, Minister des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hielt das Grußwort bei der Veranstaltung. Er würdigte das Engagement aller Engagierten in der Seniorenarbeit.
Workshops
Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens konnten an zwei von insgesamt drei angebotenen Workshops teilnehmen.
In drei spannenden Workshops haben wir uns mit den Themen beschäftigt, die uns alle angehen: Einsamkeit, unkonventionelle Begegnungsorte und das riesige Potenzial der Babyboomer.
Nachbarschaft und Einsamkeit - Gemeinsam Resonanzräum gestalten
Ursula Woltering, Martin Polenz und Christian Tewiele (LaS NRW)
Einsamkeit ist längst ein gesamtgesellschaftliches Thema, das viele Menschen im Stillen betrifft. Doch die Lösung liegt oft direkt vor unserer Haustür: Eine lebendige Nachbarschaft kann der entscheidende Schlüssel für mehr Verbindung, Teilhabe und echte Gemeinschaft sein.
In diesem Workshop haben wir die Nachbarschaft als sogenannten „Resonanzraum“ unter die Lupe genommen. Also als einen Ort, an dem echter Austausch, gegenseitige Unterstützung und ein Gefühl der Zugehörigkeit entstehen. Die Teilnehmenden bekamen wertvolle Impulse und tauschten eigene Erfahrungen aus.
Gegen den Strich - Verrückte Ideen, um sich zu begegnen
Georg Roth, Jörg Marx, Hans-Ulrich Zayc (LaS NRW)
Wer sagt eigentlich, dass Begegnung immer im klassischen Gemeinschaftsraum stattfinden muss? In diesem Workshop wurde es kreativ und unkonventionell! Im Fokus standen sogenannte
„Dritte Orte“ – Räume abseits von Zuhause und Arbeitsplatz, an denen Menschen zusammenkommen, lachen und Lebensfreude teilen. Es wurden viele gute Ideen zusammengetragen, die hoffentlich bald iin dem einen oder anderen Seniorenbüro weiter gedacht werden.
Engagiert euch, Boomer!
Jana Lunz (Körber Stiftung)
Moderation: Simon Büscher, Helmut Josch (LaS NRW)
Die Generation der Babyboomer verabschiedet sich gerade nach und nach in den Ruhestand. Damit tritt eine Altersgruppe in die nachberufliche Phase ein, die voller Energie steckt und ein riesiges Engagementpotenzial mitbringt. Für Kommunen stellt dies eine echte Chance dar, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen anzupacken.
Basierend auf der gleichnamigen Studie der Körber-Stiftung wurden in diesem Workshop zentrale Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen diskutiert. Die Teilnehmenden nahmen jede Menge frische Impulse mit, wie man die „Boomer“ gezielt für das Ehrenamt begeistert und bestehende Formate in den Seniorenbüros zukunftsfähig weiterentwickelt.

